http://www.fr-online.de/image/view/2010/9/17/4751338,2987477,highRes,maxh,480,maxw,480,Nils+Schmid%252C++Vorsitzender+der+baden-w%25C3%25BCrttembergischen+SPD%252C+will+seine+Partei+in+die+Regierung+bringen..jpg

Wenn sich jemand fragt, warum die SPD sich in einem derart jämmerlichen Zustand befindet (gilt sowohl für die Bundespartei allgemein als auch für die Baden-Württemberger Landespartei im speziellen), dann kann ich hier antworten – auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen -, dass das vermutlich zu einem großen Teil an den (Geld- und Machtgeilen) Arschlöchern liegt, die in dieser Partei agieren. Das sind vor allem die Menschen in exponierten Positionen, welche die Idee, dass die SPD eine Partei der Arbeiter und vielleicht noch der Mittelklasse ist, ungefähr so gut finden wie ein Harz IV Empfänger die Agenda 2010.

Nur noch mal, um die Erinnerung aufzufrischen: um Platz 1 in BaWü streiten sich Nils Schmid und Claus Schmiedel, wobei der Nils jetzt wieder vorgelegt hat:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/widerstand-bei-finanztransaktionssteuer-spd-landeschef-schmid-stellt-sich-gegen-eigene-partei-1.1679806

Er findet nämlich die von Finanzminister Schäuble geplante Finanztransaktionssteuer (die im aktuellen Entwurf in etwa vorsieht, dass alle Menschen eine Finanztransaktionssteuer zahlen müssen, ausser denen, die mindestens eine Aktie haben) nicht so gut und warnt davor, dass es für bestimmte Gruppen zu negativen Effekten kommen könnte (sic!).

In revolutionäreren Zeiten und Kreisen hätte man ihn vermutlich als “Hure des Finanzkapitals” beschimpft, aber das hat er sich glaub ich schon stolz auf die Stirn tätowieren lassen. Wer jetzt denkt, es müsse doch vielleicht auch ein paar Menschen in der SPD geben, die gegen dererlei Abweichler in den eigenen Reihen vorgehen, dem sein ein lautes “Ihr Narren!” entgegegen geworfen:  wenn es die SPD nicht mal schafft, einen Kapital-Faschisten wie Thilo Sarrazin aus der Partei auszuschliessen, dann wird’s beim Nils erst recht nicht reichen: der tut ja keinem weh, der will nur Macht, Geld und/oder Aufmerksamkeit.

Und um ehrlich zu sein, ich glaube, der Nils hat sich einfach beim Partei-Eintritt vertan, SPD und FDP, das sind ja mehr als 66% identische Buchstaben, das ist nicht so ohne weiteres auf den ersten Blick zu erkennen. Und damals hat sich der Nils vielleicht gedacht, die SPD ist größer, da ist’s geiler! Na, lang wird’s nicht mehr dauern, bis Deutschlands älteste Volkspartei sich mit Deutschlands dämlichster Klientelpartei um das Überspringen der 5% Hürde streitet.