Guckstu hier, oder guckstu weiter Mein Lieblings-Türke in der Josefstrasse hat offenbar eine neue Werbeoffensive zur Acquise von Laufkundschaft lanciert. Auf dem Aufsteller vor dem Dönerladen ist jetzt folgendes zu lesen:

Tages Menü:  Hey Guckst du rein wen dir nicht gäfelt Guckst du Weiter

Das ist konsequent und zeigt, dass der Imbissbetreiber von der Qualität seines Essens (zu Recht!) und des Ladenambientes (naja) überzeugt ist. Ich werde der Aufforderung demnächst Folge leisten, schon allein weil mich beim Lesen der Botschaft im Lan-Slang ein merkwürdiges Heimweh nach der Frankfurter Zeil erfasst hat. Wenn ich also das nächste Mal den Laden betrete muss Murat hinter der Theke nur noch fragen “Eh, was guckstu?” um mein Glück perfekt zu machen.

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Tomte = Heureka Gestern haben Tomte im Abart in Zürich gespielt, und ich musste/durfte/sollte hin. Freundschaftsdienst, damit Felix als bekennender Tomte-Fan nicht allein unter 500 Teenies stehen musste. Den stolzen Preis von 40 CHF für das Ticket hätte ich im Leben nicht bezahlt – ausser evtl. nachträglich, wenn Tomte (oder ‘Dommde’, wie mein sächsischer Exkollege Steini immer zu sagen pflegte) mega gerockt hätten. Aus der Konserve finde ich Tomte nämlich nur einen Tick vor unerträglich, und ich konnte mich nur dazu durchringen auf das Konzert zu gehen, weil ich den Beitrag des Sängers Thees Uhlmann (oder war es doch Max Schröder?) den er zum Thema ‘Frische Väter’ für den Tagesspiegel am Sonntag geschrieben hat recht grossartig finde – der Beitrag ist gelesen auf der neuen CD ‘Heureka’ als Bonustrack dabei, die mir Felix untergejubelt hat.
Meiner Meinung nach hat Tomte aber eben genau das Problem dass sie tolle, tiefsinnige Texte machen, die aber ums verrecken nicht auf die recht einfältigen Melodien passen wollen, die sie dazu schrammeln. Will man ja nicht hören sowas, schon gar nicht live…
Jetzt sind aber viele Bands live deutlich forscher als in der Konserve, und Tomte schien mir ein Kandidat dafür zu sein. Um es kurz zu machen: es war ganz nett. Ich kannte die meisten Songs nicht, aber die Jungs hatten trotz der Tatsache, dass die ihr 12tes Konzert ohne Pause in Folge war, noch einigermassen Spass auf der Bühne und das steckt ja bekanntlich an. Trotz seines hohem Alters hat Thees sich in seiner Lederjacke ordentlich reingehängt und sich Mühe gegeben, ein jugendliches Auftreten mit dem Aussehen eines alten pädophilen Onkels zu verbinden. Kann aber auch sein dass das meine Selbstwahrnehmung war, ich hätte der Vater der meisten Anwesenden sein können. Es gab zum Glück aber noch ein paar mehr potentielle Väter im Abart, so dass der Altersschnitt dann doch deutlich über 20 lag.
Die Zugabe hat dann sogar mir recht gut gefallen, was mich aber wirklich irritiert hat war, dass wider Erwarten gar nicht nur Deutsche mit Heimweh auf dem Konzert waren, sondern ziemlich viele Schweizer, die ‘Wie sieht’s aus in Hamburg’ mitgesungen haben und auch sonst hemmungslos offen ihre Sympathie mit der sehr deutschen Band Tomte signalisiert haben. Eine für mich sehr verstörende Erfahrung. Nicht mal für die schlechten Fondue Witze von Thees gab es eine Abstrafung.
Ich bin verwirrt.
Das Konzert hab ich jetzt offiziell als Weihnachtskonzert von Felix verbucht, er bekommt dafür von mir ein Bier geschenkt, mit Weihnachtlicher Verpackung und Zimt.

Die kanadische Vorgruppe Novillera hat auf der Bühne deutlich mehr gerockt als man das vom Bandfoto erwarten durfte, und sich insgesamt auch schneller bewegtals Tomte, durfte aber nicht so laut spielen und hat deswegen ordentlichen, aber nicht berauschenden Zuspruch gefunden. Die Musik war ganz nett, aber nicht furchtbar neu oder orginell. Aber Kanadier sind ja schliesslich die besseren Amerikaner, das muss man honorieren.

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Justizminister Blocker Gerade gefunden bei heise.de: omen est nomen!

Private Musikdownloads bleiben in der Schweiz zulässig

Der Schweizer Ständerat hat die Novelle des Urheberrechts angenommen. Justizminister Blocker zeigte sich zuversichtlich, dass das Gesetz bals schon in Kraft treten kann. mehr…

Im Artikel selber haben sie den Christoph dann aber doch noch richtig Blocher genannt. Hatt ein progressiver Kopf wie er ja auch verdient!

PS: Ich halte es da mit den CS-Daddel Junkies: Scheiss Blocker!

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Mitgefiebert, gebangt, geschrien, die Haare gerauft, Zubi angefeuert, doch alles umsonst.
Die Schweiz hat in ihrem letzten Spiel der WM 2006 in Deutschland (!) kein Tor geschossen und ist 3:0 im Elfmeterschiessen gegen die Ukraine im Achtelfinale ausgeschieden.
Nach kurzer Trauer überwältigten mich dann die Erniedrigungen, die ich seit Jahren hier zu jeder Fussballgelegenheit über mich ergehen lassen muss, und ich habe meinen kleinen Triumph von der Dachterrasse über die Dächer Zürichs geschrieen:

Ihr könnt nach Hause fahren, Ihr könnt nach Hause fahren, ihr könnt – ihr könnt – ihr könnt nach Hause fahren!

Auf dem Weg nach Hause konnte ich mir noch kurz ansehen (ich kann nach Hause fahren, ich kann nach Hause fahrn…), wie frustrierte Schwiizfans sich am Bahnhof Stadelhofen noch gegenseitig verprügelt haben, quasi als Bonus. Eine lustige Melodie pfeiffend bin ich dann nach Hause geradelt, und was bleibt ist:

Hop Schwiiz! Ab nach Hause!

Und dann müssen nur noch die Italiener, Portugiesen und Spanier rausfliegen, dann ist bei mir auch endlich mal vor 3h nachts Ruhe…

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Hells Angels: New Chapter 'Smart' founded in Zurich?Wenn man morgens auf dem Weg zur Arbeit von einem Hells Angel, deutlich erkennbar an der dicken Lederjacke (Colour), der in der Einbahnstrasse gerade zum wenden in drei Zügen ansetzt, fast umgefahren wird, dann weiss man, dass der Tag grossartig werden muss, und das Leben doch den eigenen Sinn fuer subtilen Humor teilt…

Zumindest, wenn der Hells Angel in einem roten Smart sitzt.

Für ein Foto war ich dann allerdings doch nicht schnell/mutig genug.

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Tuerkei - Schweiz 4:2 - Barrage Rueckspiel Nach den Schmähungen, die man als Deutscher beim Fussballschauen in Züri während der letzten EM so ertragen musste, war ich mir nicht sicher, ob ich beim Hinspiel der Barrage zur WM Qualifikation Schweiz-Türkei nicht vielleicht lieber zu den Türken halten sollte. Abgesehen davon, dass ich mich das in der proppenvollen Vollmond Taverne gar nicht getraut hätte, haben die Schweizer am Samstag aber wirklich so grossartig über 90 min Fussball gespielt, dass man gar nicht anders konnte, als begeistert zu sein. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ein grossartiges Spiel gesehen habe. Auch wenn es Streller, Frei & Co. ca. 23 mal geschafft haben, 100% Chancen irgendwo über, neben oder unter das Tor zu treten, die Türken waren mit dem 2:0 der Nati in Genf noch gut bedient. Und habe ich erwähnt, dass es grossartiger Fussball war? Von schnellem, spannendem Kurzpassspiel mit grossartiger Ballkontrolle (ausser im Strafraum) brasilianischen Stils bis zum zwischenzeitlichen Kick & Rush vom Feinsten – die Schweizer haben gespielt wie im Rausch. Dazu ein rot-weisses Fahnenmeer im Stade de Suisse, super Stimmung im Stadion und in der Beiz, ganz gross. Einzig das erbärmliche Pfeiffkonzert während der türkischen Nationalhymne war mehr als unnötig.  Alles lesen »

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