das MUSS heissen, dass ich meinen Blog reaktivieren muss.
Auch wenn die Leute hier deutlich offener und kontaktfreudiger sind als in Zürich (oder ich entspannter), verstehen sie Allemanisch und reden oft irgendwie komisch. Ist doch noch ein bisschen Exil. Kann ich auch den Blogtitel in leicht abgeänderter Form lassen.

Und irgendwohin muss die Kreativität ja fliessen. Also ab jetzt wieder ab und an mehr oder weniger Kreatives. Mit oder ohne Bilder. Und verlinkt auf Facebook, so das Plugin denn funktioniert.

An einem verpeilten Sonntag ist nicht viel mit Kreativität, deswegen erstmal nur ein paar Musikempfehlungen: das meiste wurde mir von Laura entdeck, aber das ein oder ander hab ich auch selbst gefunden.

Gerade höre ich:
Music for Men

The Gossip – Music for Men, Nigelnagelneu aus 2009.

Rockende Frau, irgendwie 80er aber auch wieder nicht.

Ich find’s jedenfalls geil.
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Tomte = Heureka Gestern haben Tomte im Abart in Zürich gespielt, und ich musste/durfte/sollte hin. Freundschaftsdienst, damit Felix als bekennender Tomte-Fan nicht allein unter 500 Teenies stehen musste. Den stolzen Preis von 40 CHF für das Ticket hätte ich im Leben nicht bezahlt – ausser evtl. nachträglich, wenn Tomte (oder ‘Dommde’, wie mein sächsischer Exkollege Steini immer zu sagen pflegte) mega gerockt hätten. Aus der Konserve finde ich Tomte nämlich nur einen Tick vor unerträglich, und ich konnte mich nur dazu durchringen auf das Konzert zu gehen, weil ich den Beitrag des Sängers Thees Uhlmann (oder war es doch Max Schröder?) den er zum Thema ‘Frische Väter’ für den Tagesspiegel am Sonntag geschrieben hat recht grossartig finde – der Beitrag ist gelesen auf der neuen CD ‘Heureka’ als Bonustrack dabei, die mir Felix untergejubelt hat.
Meiner Meinung nach hat Tomte aber eben genau das Problem dass sie tolle, tiefsinnige Texte machen, die aber ums verrecken nicht auf die recht einfältigen Melodien passen wollen, die sie dazu schrammeln. Will man ja nicht hören sowas, schon gar nicht live…
Jetzt sind aber viele Bands live deutlich forscher als in der Konserve, und Tomte schien mir ein Kandidat dafür zu sein. Um es kurz zu machen: es war ganz nett. Ich kannte die meisten Songs nicht, aber die Jungs hatten trotz der Tatsache, dass die ihr 12tes Konzert ohne Pause in Folge war, noch einigermassen Spass auf der Bühne und das steckt ja bekanntlich an. Trotz seines hohem Alters hat Thees sich in seiner Lederjacke ordentlich reingehängt und sich Mühe gegeben, ein jugendliches Auftreten mit dem Aussehen eines alten pädophilen Onkels zu verbinden. Kann aber auch sein dass das meine Selbstwahrnehmung war, ich hätte der Vater der meisten Anwesenden sein können. Es gab zum Glück aber noch ein paar mehr potentielle Väter im Abart, so dass der Altersschnitt dann doch deutlich über 20 lag.
Die Zugabe hat dann sogar mir recht gut gefallen, was mich aber wirklich irritiert hat war, dass wider Erwarten gar nicht nur Deutsche mit Heimweh auf dem Konzert waren, sondern ziemlich viele Schweizer, die ‘Wie sieht’s aus in Hamburg’ mitgesungen haben und auch sonst hemmungslos offen ihre Sympathie mit der sehr deutschen Band Tomte signalisiert haben. Eine für mich sehr verstörende Erfahrung. Nicht mal für die schlechten Fondue Witze von Thees gab es eine Abstrafung.
Ich bin verwirrt.
Das Konzert hab ich jetzt offiziell als Weihnachtskonzert von Felix verbucht, er bekommt dafür von mir ein Bier geschenkt, mit Weihnachtlicher Verpackung und Zimt.

Die kanadische Vorgruppe Novillera hat auf der Bühne deutlich mehr gerockt als man das vom Bandfoto erwarten durfte, und sich insgesamt auch schneller bewegtals Tomte, durfte aber nicht so laut spielen und hat deswegen ordentlichen, aber nicht berauschenden Zuspruch gefunden. Die Musik war ganz nett, aber nicht furchtbar neu oder orginell. Aber Kanadier sind ja schliesslich die besseren Amerikaner, das muss man honorieren.

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Interpol - Antics
Bin gerade eher zufällig drauf gestossen, bei der halblegalen Suche nach Archive Musikfiles im Internet mittels Google’s Open Directory Search (Von Archive gibt es überigens alle Alben zum Download… ich habe 2 als CD gekauft, und daher kein schlechtes Gewissen.) Ich dachte wer Archive hört hat vielleicht auch sonst noch gute Musik auf dem Server, auch wenn er Franzose ist und tatsächlich, so ist es. Antics von Interpol ist melodischer Gitarren Rock-Pop-Krams, irgendwo zwischen Arctic Monkeys, Pre-Elektro Radiohead (Bends), Archive, mit sinnvollen Texten, eingaengigen Melodien, guter Stimme. Nicht die Neuerfindung der Musik und vielleicht ein Tick zu negativ manchmal, aber gut zu hören und mit eigenem Stil. Wer es trotz des Links nicht schafft, die Musik via Google selbst zu finden, für den gibts das ganze gezippt von mir. Irgendwo in diesem Beitrag….

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Aqualung - Strange and BeautifulNoch mehr Musik: Aqualung alias Matt Hales gibt es zwar schon seit ein paar Jahren (sein erstes Album erschien ~2001), aber ich bin erst durch eine Mp3 Compilation auf den Song ‘Easier to lie’ aufmerksam geworden. Jetzt hab ich mir aus den USA das aktuelle Album ‘Strange and Beatuiful’ mitgebracht, und wie man an meinen last.fm Charts sehen kann, höre ich praktisch nichts anderes mehr. Musikalisch würde ich das Album irgendwo zwischen Semisonic, Radiohead und Coldplay einordnen, auch wenn Matt Hales vom Coldplay Vergleich eher genervt ist und ihn ‘unkreativ’ findet. Aber Matt Hales hat auch bis zur Namensgebung seiner Band nichts von Jethro Tull gehört.
Auf Strange and Beautiful sind eine Reihe von Songs, die schon auf früheren Alben erschienen sind, aber das tut der Qualitaet keinen Abbruch.
Ein guter Musiker, schoene Stimme, tolles Songwriting, fantastischer Pop. Und jetzt wo ich es höre, erscheinen mal wieder überall Musikempfehlungen für die CD. Ich eben immer ein Stück hintendran beim vornedran sein :-)
Auf aqualung.net gibt es das Album ’still life’ als Stream und ein auch ein paar mp3s zum downloaden. Einen Promo-Sampler mit Livestücken und B-Seiten liegt im Moment zumindest auf meinem FTP Server: sehr schöne und lohnenswerte Tracks auch wenn man das Album schon kennt…

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Pandora Fast noch besser als last.fm, auch wenn es bei mir unter Windows im Moment nur mit dem Internet Explorer funktioniert (sonst ja ein Knockout Kriterium), ist Pandora. Einfacher zu bedienen, kein Community Kram, und extrem faszinierend: Einfach einen Songtitel oder einen Interpreten eingeben, (oder auch mehrere) und Pandora durchsucht das “Music Genome Project” nach ähnlicher Musik und erstellt einen Radiostream. Man kann sich auf diese Weise bis zu 100 Radiostationen anlegen, die gespielten Songs werden jeweils mit Cover in einem Fenster dargestellt, man kann sich kurze Information dazu anzeigen lassen und Songs als Favoriten markieren, die dann automatisch der eigenen Favoritenliste hinzugefügt werden. Die Songs kann man dann natürlich gleich irgendwo bestellen, aber man kann sich auch einfach eine Merkliste mit guter Musik machen oder einfach nur Radio hoeren. Nervige Tracks kann man ausschliessen oder einfach überspringen. Extrem grossartig, schnell und simpel, ein grossartiges Tool um an neue Musik zu gelangen. All zu ausgefallen darf momentan der Musikwunsch aber noch nicht sein. Yonderboi, Silje Nergaard und Rebekka Bakken haben ihr Genom offensichtlich noch nicht hinterlassen…

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last.fm In letzter Zeit hat sich in Sachen neuer Musik bei mir kaum etwas getan. Das lag zum Teil an der mangelnden Muse, zum Teil daran, dass ich gute Musik immer auch auf CD haben will, was entweder daran scheitert, dass ich kein Geld habe, oder aber sobald ich im Laden stehe, vergessen habe, was ich eigentlich suche. Diverse Merkzettel mit gesuchter Musik sind im Zweifelsfall nie zur Hand.
Doch vergessen der Stillstand, diverse Umstaende haben die musikalische Progression vorangetrieben.
Zum einen die 124 kg CDs, die ich für lächerlich wenig Geld aus den USA mitgebracht habe, zum anderen die Entdeckung & Nutzung diverser neuer Internetressourcen.  Alles lesen »

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